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Frankfurter Fastnachtszug 2010
Highlight der närrischen Kampagne im Rhein-Main-Gebiet
„Ja, so hat es Frankfurt gern, mit viele „Gäul“ unterm guten Stern“ - was wäre Frankfurts Fastnachtszug ohne seine 1-PS-Pferde?
Und traditionell sind einige Pferde auch am 14. Februar 2010 unter dem Motto: “Als Nummer eins ist heut dabei, Frankfurts berittene Polizei”, an der Spitze des Zuges vertreten.
Von der Zugleitung, Markus Fischer vom Grossen Rat der Karnevalvereine Frankfurt am Main, wird dann der offizielle Startschuss gegeben, damit sich der närrische Lindwurm in Bewegung setzen kann. In diesem Jahr beginnt der Fastnachtszug bereits um 12.45 Uhr.
Der ruhende Pol im hektischen Treiben der Vorbereitung ist dabei der Präsident des Großen Rates, Klaus Fischer, der wie in jedem Jahr traditionell in einer Kutsche in der Frankfurter Narrenschau mitfährt. Begleitet wird er dabei von seinen Zeremonienmeisterinnen der Inthronisationssitzung, Desiree Ahmet und Julia Jordan.
Wenn dann die “Gardeböbbcher” die Beine schwingen, startet der traditionelle Frankfurter Fastnachtszug an der Untermainanlage (Höhe “Nizza”). Rechts und links des fast 6 Kilometer langen Zugweges werden, wie in den vergangenen Jahren, fast 400.000 Narren den “närrischen Lindwurm” auf seinem Weg zum Frankfurter Römer begleiten. Erst wenn das Frankfurter Prinzenpaar Rainer II. und Sabrina I., auf dem von “Galeria Kaufhof” dekorierten Wagen vorbeigefahren ist, endet die vierfarbbunte Fastnachtsshow des Grossen Rates der Karnevalvereine gegen 16.30 Uhr an der Ehrentribüne, die in diesem Jahr zum ersten Mal direkt vor dem Frankfurter Römer steht.
Viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Polizei, der Frankfurter Berufsfeuerwehr, des Deutschen Roten Kreuzes, der VGF, der FES und des Grossen Rates der Karnevalvereine sind an diesem Sonntag, von frühmorgens bis zum späten Nachmittag “auf den Beinen”, um einen einwandfreien und sicheren Ablauf des “Fastnachtszuges” zu garantieren. Für die Logistik und die Transporte sorgen u.a. Klaus Eisele, Schwertransporte, Daimler Benz, Frankfurt und viele andere Sponsoren.
Alle Hände voll zu tun haben auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hessischen Rundfunks, die die Übertragung des Fastnachtszuges im Hessen-Fernsehen sicherstellen. Der „Spaß uff de Gass“ wird ab 13.45 Uhr live vom „hr“ im Dritten gesendet und von Klaus-Peter Musch kommentiert, Ihm zur Seite steht Roberto Cappelluti, vom Hessen-Fernsehen als erfahrener Fernseh-Moderator .
Und natürlich ist auch wieder Udo Stalp dabei, der zusammen mit Axel Heilmann, Sitzungspräsident der „Eulen“, für das Entertainment der Besucher rund um den Römer sorgt. Beide haben auf dem Balkon des Frankfurter Römers den besten Platz, der sonst nur Fußball-Weltmeistern vorbehalten ist.
Direkte Teilnehmer an dem großen „Fastnachtsspektakel” gibt es natürlich auch - und das sind schließlich die Wichtigsten:
96 Vereine und Verbände, 6.557 Teilnehmer, 44 Garden, 35 Kapellen und Spielmannszüge mit 995 Spielleuten, 77 Schwellköpfe, Fahnen- und Symbolträger; 53 Motiv-, Witz- und Komiteewagen und 55 Pferde. Insgesamt fast 240 Zugnummern, die am größten Fastnachtszug in Hessen teilnehmen.
Im Tross der „Weißen Mützen“ wird in diesem Jahr wiederum das Offenbacher Prinzenpaar und der Komiteewagen des OKV mitfahren, denn „Offebach“ gehört zur Frankfurter Fastnacht, ebenso wie Düsseldorf zum Kölner Karneval.
Was wäre ein Fastnachtszug ohne die Motivwagen, auf denen Frankfurter Lokalkolorit, Sport, Politik, und Tagesgeschehen „durch den Kakao“ gezogen werden?
Unter der Leitung von Lothar Kilian, dem neuen Zugmarschall, wurden seit vergangenem Dezember in der Kreativwerkstatt des Großen Rates im Frankfurter Osthafen, neue Motivwagen entworfen und vom Künstler Sven Tadic gebaut.
So wird u.a. die Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth als absolute Herrscherin dargestellt, vor der Bürgermeisterin Jutta Ebeling unterm Tisch liegt und einen Zettel mit dem Wort „Mehrkosten“ in der Hand hält.
Natürlich wird auch die Bundestagswahl auf die Schippe genommen, wobei Angela Merkel und Guido Westerwelle als Paar gezeigt werden, die Frank-Walter Steinmeier mit einem Tritt in den Allerwertesten als „Abwrackprämie“ befördern.
Fehlen darf natürlich auch nicht das seit 20 Jahren anstehende Frankfurter Thema „Riederwaldtunnel“, mit Stadtrat Lutz Sikorski, der auf dem Fahrrad aus dem besagten Tunnel kommt, frei nach dem Motto: „Da muss erst ein Grüner kommen“, ehe der Tunnel für Autofahrer, oder doch nur für Radfahrer?, gebaut wird.
Absolutes Highlight der witzigen Wagen wird wohl US-Präsident Barack Obama im Nacktscanner sein, der ihn mit Unterhose in Farben von „Stars and Stripes“ und mit einem umgeschnallten Revolvergürtel zeigt.
Und Ex-Verteidigungsminister Jung wird mit Rakete im Bauch auf der das Wort „Infopost“ aufgedruckt ist dargestellt, dies sagt viel über seine Informationspolitik zu Afghanistan aus.
Sicherlich werden alle Motivwagen zur Erheiterung beitragen und die fröhliche Stimmung der Narren anheizen.
Was auf keinen Fall fehlen darf, ist die “Kapp”! Eine übergroße Narrenkappe, in der Zugmarschall Lothar Kilian das Narrenzepter schwingt und die Regie des Fastnachtzuges führt. Mitarbeiter des Grossen Rates und verdiente Senatoren sorgen im unteren Bereich der “Kapp” dafür, dass genügend Wurfmaterial wie “Knolle”, Kaugummis, Schokolade und Konfetti auf die Narren niederregnen.
Und da sich dieser Fastnachtszug am Valentinstag durch die Stadt bewegt, werden auch 3000 Blumensträuße durch die Straßen Frankfurts fliegen.
Das prinzliche Haus, die Mercedes Benz Niederlassung Frankfurt Offenbach, hat es sich nicht nehmen lassen, mit einem eigenen Wagen, der von Lehrlingen in der Werkstatt an der Heerstraße in Frankfurt gestaltet wurde, am Zug teilzunehmen. Und von dort aus fliegen Papporden mit dem Motiv der diesjährigen Kampagne, gefüllt mit Gummibärchen, durch die Luft.
Auch das Frankfurter Kinderprinzenpaar Prinz Fabian I. und Prinzessin Isabell I. sind im „DINO“, vom Nordwestzentrum und seinem Geschäftsführer Georg Lackner gesponsort, im Frankfurter Fastnachtszug mit dabei.
Aus der Heimatgemeinde von Prinzessin Sabrina I., Kirchardt bei Heilbronn, kommen ihre Eltern, Bürgermeister Rudi Kübler und Frau, sowie die Feuerwehrkapelle Kirchardt (Zugnummer 228), um am Frankfurter Fastnachtszug teilzunehmen. Wie die Prinzessin im Vorfeld berichtete, steht die Gemeinde im Schwäbischen inzwischen „Kopf“ und die Teilnehmer freuen sich auf Frankfurt und seine Fastnacht.
“Last, but not least” nähert sich dann endlich der Wagen des Frankfurter Prinzenpaares, Prinz Rainer II. und Prinzessin Sabrina I., die begleitet vom Hofmarschall der Frankfurter Fastnacht, Peter Ruhr, von den Mitarbeitern des Grossen Rates, Mario Wollnik und Martin Wagner, und Mitgliedern der Prinzen- und Prinzess-Garde der “Heddemer Käwwern” den Höhepunkt einer tollen, närrischen Kampagne feiern werden.
Was jetzt noch bleibt, ist der Motivwagen mit der Nummer 232 im Frankfurter Fastnachtszug -- das die Zug-En d te.
Danach heißt es dann:
Vorbei sind nun Gesang und Witze –
zu Ende ist ´ne tolle Schau,
Frankfurt´s Fassenacht war Super-Spitze,
der Grosse Rat grüßt mit Helau! |