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Närrische Garden stürmen den Frankfurter Römer
- Unterhaltungsprogramm ab 14.01 Uhr - Oberbürgermeisterin Petra Roth wird „angeklagt“ - Frankfurter Prinzenpaar übernimmt die Schlüsselgewalt - Karl Oertl verabschiedet sich
Am kommenden Samstag, 5. März 2011, startet die Frankfurter Straßenfastnacht mit der traditionellen Erstürmung des Frankfurter Römers.
Pünktlich um 14.01 Uhr beginnt ein Unterhaltungsprogramm rund um den Gerechtigkeitsbrunnen, u.a. mit der Stimmungssängerin Chris Malou und der Brassband „Sound of Frankfurt“, ehe Moderator und Entertainer Karl Oertl die Besucher närrisch auf den Nachmittag einstimmt.
Gegen 14.50 Uhr ertönen erste Kanonenschüsse, die den Beginn der Erstürmung signalisieren sollen. Auf dem Römerbalkon stehen Fahnenabordnungen der teilnehmenden Vereine, von denen das Signal zum Beginn der Erstürmung ausgeht. Aus allen Himmelsrichtungen werden dann die Garden, die Schützen und Kanoniere der Fidelen Nassauer, dem Karnevalverein Enkheim, der SKG von 1947, den 13er Husaren und den Handkäskanonieren auf den Römerberg vorrücken und in Angriffsstellung gehen. Das Frankfurter Prinzenpaar Markus I. und Nicole I., in Begleitung der Prinzen- und Prinzessgarde der “Heddemer Käwwern”, kommt über den sogenannten „Krönungsweg“ und wird versuchen, den Römer für die “tollen Tage” in seinen Besitz zu bringen.
Ein erbitterter Kampf mit Konfettikanonen und lustigem Gerangel beginnt - denn die Abwehr vor dem Römer, mit den sogenannten „Weißbüsch“ vom KV „Frankfurter 02 steht wie ein Bollwerk. Doch nach einiger Zeit gelingt es den Angreifern, zusammen mit den Tollitäten, den Römer zu erobern und die Oberbürgermeisterin, in Ketten gelegt, zum Gerechtigkeitsbrunnen zu führen.
Jetzt beginnen Ankläger Karl Oertl, Anwältin Corinna Kuhn und Richter Christian Kaiser damit, sich darüber zu streiten, dass keine Anklage vorliegt, da der Ankläger in Rente geht und keine Lust mehr hat mit der OB zu streiten. Die Übergabe des Stadtschlüssels wird damit in Frage gestellt und dann nach einigem Hin und Her, mit einer salomonischen Entscheidung, die hier noch nicht verraten wird, beendet..
Nach der Verkündung dieses ausgehandelten Kompromisses kann sich die Ehrenpräsidentin der Frankfurter Fastnacht nur noch mit dem Auswerfen von vielen „Knollen“ und anderen Süßigkeiten von den Ketten befreien. Endlich übernehmen dann die Frankfurter Tollitäten, Prinz Prinz Markus I. und Prinzessin Nicole I., vom prinzlichen Haus Fraport, aus den Händen von Oberbürgermeisterin Petra Roth, den „Goldenen Frankfurter Stadtschlüssel“ und werden danach die Amtsgewalt bis zum Aschermittwoch ausüben.
Danach wird geschunkelt, getanzt und gelacht und die fröhliche Feier wird im Römer, mit einem oder auch zwei „Schoppen Ebbelwei“ von der Familienkelterei Possmann und gepflegtem „Römer-Pils“ der Binding-Brauerei und natürlich auch mit „Worscht und Weck“, fortgesetzt.
Das Fastnachts-Urgestein Karl Oertl, der lange Jahre den „Sturm auf den Frankfurter Römer“ verantwortlich und mit Witz und Humor geleitet hat, verabschiedet sich mit dieser Veranstaltung in den wohlverdienten närrischen Ruhestand. Im Jahr 2012 werden dann Marcus Rahner und Udo Stalp vom Grossen Rat die Veranstaltung übernehmen und neu gestalten. |