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Frankfurter Fastnachtszug 2011 Highlight der närrischen Kampagne im Rhein-Main-Gebiet
„Follow me“- mit viel Helau und mit viele „Gäul“ in der Fastnachtsschau - was wäre Frankfurts Fastnachtszug ohne seine „Gäul“, wie man in der Stadt am Main die Pferde liebevoll nennt?
Und traditionell sind einige Pferde auch am 6. März 2011 unter dem Motto: “Als Nummer eins ist heut dabei, Frankfurts berittene Polizei”, an der Spitze des Zuges vertreten.
Von der Zugleitung, Bernard Braun vom Grossen Rat der Karnevalvereine Frankfurt am Main, wird dann der offizielle Startschuss gegeben, damit sich der närrische Lindwurm in Bewegung setzen kann. In diesem Jahr beginnt der Fastnachtszug um 13.01 Uhr.
Der ruhende Pol im hektischen Treiben der Vorbereitung ist dabei der Präsident des Grossen Rates, Klaus Fischer, der wie in jedem Jahr traditionell in einer Kutsche in der Frankfurter Narrenschau mitfährt. Begleitet wird er dabei von seiner Assistentin und Lebensgefährtin Brenda Horle und einer der Zeremonienmeisterinnen der Inthronisationssitzung, Desiree Ahmet.
Wenn dann die “Gardeböbbcher” die Beine schwingen, startet der traditionelle Frankfurter Fastnachtszug an der Untermainanlage (Höhe “Nizza”). Rechts und links des fast vier Kilometer langen Zugweges werden, wie in den vergangenen Jahren, fast 400.000 Narren den “närrischen Lindwurm” auf seinem Weg zum Frankfurter Römer begleiten. Erstmals wird der Zug am Goetheplatz und Rathenauplatz vorbei, durch die Biebergasse zur Hauptwache geführt und mündet dann an der Katharinenpforte wieder auf der seitherigen Zugstrecke. Neu in diesem Jahr ist auch, dass der Frankfurter Fastnachtszug wieder durch die Braubachstraße auf den Römer geführt und sich dann am Mainufer auflösen wird.
Erst wenn das Frankfurter Prinzenpaar Markus I. und Nicole I., auf dem von “Galeria Kaufhof” dekorierten Wagen vorbeigefahren ist und neben vielen anderen Wurfmaterialien 3000 rote Rosen als sogenannte „Strüßjer“, aus Köln importiert, unter das närrische Volk gebracht hat, endet die vierfarbbunte Fastnachtsshow des Grossen Rates der Karnevalvereine gegen 16.30 Uhr an der Ehrentribüne, die in diesem Jahr wiederum direkt vor dem Frankfurter Römer steht.
Dem Rathaus gegenüber stehen zwei zusätzliche Tribünen, die das prinzliche Haus, die Fraport AG für die diesjährige Kampagne spendiert hat und die auf das Jubiläum „75 Jahre Flughafen“ und die Eröffnung der Landebahn Nordwest hinweisen.
Viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Polizei, der Frankfurter Berufsfeuerwehr, des Deutschen Roten Kreuzes, der VGF, der FES und des Grossen Rates der Karnevalvereine sind an diesem Sonntag, von frühmorgens bis zum späten Nachmittag “auf den Beinen”, um einen einwandfreien und sicheren Ablauf des “Fastnachtszuges” zu garantieren. Für die Logistik und die Transporte sorgen u.a. Klaus Eisele, Schwertransporte, Daimler Benz, Frankfurt und viele andere Sponsoren.
Alle Hände voll zu tun haben auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hessischen Rundfunks, die die Übertragung des Fastnachtszuges im Hessen-Fernsehen sicherstellen. Der „Spaß uff de Gass“ wird ab 13.45 Uhr live vom „hr“ im Dritten gesendet und von Klaus-Peter Musch kommentiert, ihm zur Seite steht Roberto Cappelluti vom Hessen-Fernsehen als erfahrener Fernseh-Moderator.
Und natürlich sind auch wieder Udo Stalp und Axel Heilmann, vom Grossen Rat der Karnevalvereine dabei, um für das Entertainment der Besucher rund um den Römer zu sorgen. Während Udo Stalp vom Balkon des Frankfurter Römers moderiert, wird Axel Heilmann mitten im närrischen Leben stehen und von der Tribüne aus seine witzigen Kommentare abgeben. Spaß auf dem Römerberg ist dann sicherlich für alle Fastnachtsfreunde garantiert.
Direkte Teilnehmer an dem großen „Fastnachtsspektakel” gibt es natürlich auch - und das sind schließlich die Wichtigsten: 79 Vereine und Verbände, 2.970 Teilnehmer, 49 Garden, 35 Kapellen und Spielmannszüge mit 990 Spielleuten, Fahnen- und Symbolträger, 6 Kanonen, 11 Motivwagen, 104 Komiteewagen, 24 Pferde und zahlreiche „Schwellköppe“. Insgesamt wurden 240 Zugnummern, beim größten Fastnachtszug den Hessen zu bieten hat, vergeben.
Im Tross der „Weissen Mützen“ wird in auch diesem Jahr das Offenbacher Prinzenpaar, Herbert I. und Sabine I., der Hofmarschall Manfred Roth und der Komiteewagen des OKV mitfahren, denn „Offebach“ gehört zur Frankfurter Fastnacht, ebenso wie Düsseldorf zum Kölner Karneval.
Was wäre ein Fastnachtszug ohne die Motivwagen, auf denen Frankfurter Lokalkolorit, Sport, Politik, und Tagesgeschehen „durch den Kakao“ gezogen werden? Unter der Leitung von Lothar Kilian, dem bewährten Zugmarschall, wurden seit vergangenem Dezember in der Kreativwerkstatt des Grossen Rates im Frankfurter Osthafen, neue Motivwagen entworfen und vom Künstler Sven Tadic gebaut.
So wird u.a. die Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth als Fußballerin dargestellt, die mit Steffi Jones den Ball kickt. So wird auch nochmals auf das hoffentlich kommende „Sommermärchen der Frauen“ im Rahmen der Fußball-WM in Deutschland hingewiesen.
Natürlich wird auch die Regierungskoalition auf die Schippe genommen, wobei Angela Merkel und Guido Westerwelle als Hochzeitspaar und mit Handschellen gefesselt zu sehen sind.
Fehlen darf natürlich auch nicht das seit etlichen Jahren anstehende Frankfurter Thema „FSV-Tribüne“, mit Stadtrat Markus Frank, der breitbeinig auf dem Wagen sitzt und mit Lego-Steinen in schwarz und blau, natürlich mit Bedienungsanleitung versehen, das Stadion umbaut.
Auch „Mr. President“ Barack Obama ist vertreten und sitzt, mit blauem Auge versehen, auf einer sprudelnden Ölquelle. Fazit: Gestern noch hieß es „Yes, we can und heute auf frankfurterisch „merr gucke mal“.
„Integration auf hessisch“, ein weiterer Motivwagen, zeigt Ministerpräsident Bouffier der einem ausländischen Mitbürger einen Bembel „Ebbelwei“ reicht und sagt: „Prost und austrinken“.
Sicherlich werden alle Motivwagen zur Erheiterung beitragen und die fröhliche Stimmung der Narren anheizen.
Was auf keinen Fall fehlen darf, ist die “Kapp”! Eine übergroße Narrenkappe, in der Zugmarschall Lothar Kilian das Narrenzepter schwingt und die Regie des Fastnachtzuges führt. An seiner Seite in der Spitze steht der Vizepräsident des Grossen Rates und Ex-Prinz des vergangenen Jahres, Rainer Kreutz. Mitarbeiter des Grossen Rates und verdiente Senatoren sorgen im unteren Bereich der “Kapp” dafür, dass genügend Wurfmaterial wie Kuchenstücke, Waffeln, Kaugummis, Schokolade und Konfetti auf die Narren niederregnen.
Das prinzliche Haus, die Fraport AG, hat es sich nicht nehmen lassen, mit einem Wagen, der in den eigenen Werkstätten auf dem Flughafengelände wunderbar gestaltet wurde, am Zug teilzunehmen. Und auch von dort werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Bonbonherzen, Waffeln und viele andere Sachen in die närrische Menge fliegen lassen.
Natürlich darf auch das Frankfurter Kinderprinzenpaar Prinz Lukas I. und Prinzessin Alice I. im „DINO“, vom Nordwestzentrum und seinem Geschäftsführer Georg Lackner gesponsort, im Frankfurter Fastnachtszug nicht fehlen.
Erstmals dabei ist die Theatergruppe „Pinocchio 90“ aus Elz bei Limburg. In dieser Gruppe hat die diesjährige Prinzessin Nicole I. die künstlerische Leitung und pflegt dort ihre Leidenschaft: den wunderschönen Gesang! Es war ein Herzenswunsch von ihr, dass ihre Mitstreiter die sie bei ihrem liebsten Hobby begleiten, auch am Frankfurter Fastnachtszug als Fußgruppe teilnehmen.
Last, but not least” nähert sich dann endlich der Wagen des Frankfurter Prinzenpaares, Prinz Marcus I. und Prinzessin Nicole I., die begleitet vom Hofmarschall der Frankfurter Fastnacht, Peter Ruhr und von den Mitarbeitern des Grossen Rates, Mario Wollnik, sowie Martin Wagner den Höhepunkt einer tollen, närrischen Kampagne feiern werden.
Was jetzt noch bleibt, ist der Motivwagen mit der Nummer 236 im Frankfurter Fastnachtszug - das die Zug-En d te.
Danach heißt es dann:
Vorbei sind nun Gesang und Witze – zu Ende ist ´ne tolle Schau, Frankfurt´s Fassenacht war Super-Spitze, der Grosse Rat grüßt mit Helau!
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